Familienpflege

Und wie erkenne ich sie?

Mit dem Begriff Demenz wird keine eigenständige Krankheit beschrieben. Vielmehr lautet die Antwort auf die Frage »Was ist Demenz?«: Es ist eine Gruppe von mehr als 50 Krankheitsformen, bei denen mindestens zwei Gehirnfunktionen beeinträchtigt sind. Hierbei kann es sich zum Beispiel um einen Gedächtnisverlust und die Verringerung des Urteilsvermögens handeln. So unterschiedlich die einzelnen Krankheiten der Demenz-Gruppe auch sind, sie führen im längeren Verlauf stets zu einem Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit.

Typische Symptome einer Demenzerkrankung

Eine Demenzerkrankung kann sich durch ganz unterschiedliche Symptome zeigen. Dazu gehören unter anderem:

Wichtig ist, dass die Symptome über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten auftreten müssen. Darüber hinaus darf keine Bewusstseinsstörung vorliegen, um von einer Demenz zu sprechen. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenzerkrankung zu erkranken, steigt mit dem Alter signifikant. Bei der Ursachenforschung tappen die Mediziner noch weitgehend im Dunkeln.

Kategorien der Demenz: primäre Demenz

Primäre Demenzerkrankungen entwickeln sich, weil Nervenzellen im Gehirn mit der Zeit absterben. Verknüpfungen zwischen den Gehirnzellen gehen für immer verloren, weswegen es zu sogenannten »neurodegenerativen Veränderungen« kommt. Sie haben einen direkten Einfluss auf das Denkvermögen, die Gedächtnisleistung, unsere Sprache, das Sozialverhalten und die räumliche Orientierung. Welche Symptome sich zeigen, hängt entscheidend davon ab, in welcher Hirnregion die Nervenzellen sterben. Wieso die Nervenzellen absterben, kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Bei der berühmten Alzheimererkrankung sind es Proteinablagerungen im Gehirn. Sie beeinträchtigen die Stoffwechsel der Nervenzellen. Darüber hinaus können Durchblutungsstörungen für Demenz verantwortlich, weswegen dann von einer sogenannten »vaskulären Demenz« gesprochen wird. Auch die Lewy-Körperchen-Demenz und die selten auftretende frontotemporale Demenz gehören zu den primären Demenzerkrankungen.

Kategorien der Demenz: sekundäre Demenz

Sekundäre Demenzerkrankungen sind weniger häufig als primäre Demenzerkrankungen. Zu ihnen zählen Formen der Demenz, die beispielsweise durch folgende Faktoren verursacht werden:

Hinweis:Im Unterschied zu einigen primären Demenzerkrankungen besteht bei den sekundären Demenzerkrankung die Hoffnung auf Heilung. Hierfür ist es unerlässlich, dass die zugrunde liegende Krankheit rechtzeitig behandelt wird.on mehr als sechs Monaten auftreten müssen. Darüber hinaus darf keine Bewusstseinsstörung vorliegen, um von einer Demenz zu sprechen. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenzerkrankung zu erkranken, steigt mit dem Alter signifikant. Bei der Ursachenforschung tappen die Mediziner noch weitgehend im Dunkeln.

Krankheiten mit demenzähnlichen Symptomen

Depressionen und Delir sind zwei Krankheiten, die für demenzähnliche Symptome verantwortlich sein können, aber hinter denen ein anderer Grund steckt. So fühlen sich Depressive oft antriebslos. Sie ziehen sich zurück, Erinnerungen scheinen zu verschwinden und Schlafstörungen stellen sich ein. Bei einem Delir handelt es sich um einen akuten Verwirrungszustand schweren Ausmaßes. Einige Medikamente und auch Fieber sowie Stoffwechselstörungen können dafür verantwortlich sein. Delir und Depression können heilbar sein. Bereits hieran wird deutlich, wie bedeutsam die richtige Diagnose für eine effiziente Behandlung bei Demenzsymptomen ist.

Sind Alzheimer und Demenz identisch?

Alzheimer und Demenz werden oft synonym verwendet. Dies stimmt nicht ganz, denn Alzheimer ist eine Form der Demenz. Demenz ist allerdings nicht immer mit Alzheimer gleichzusetzen. Alzheimer gehört zu den Demenzerkrankungen, die besonders häufig auftreten. Unabhängig von der Demenzform ist ein Großteil der Betroffenen älter als 65 Jahren, weswegen auch gern der Begriff »Altersdemenz« genutzt wird. Dies ist jedoch nur eine umgangssprachliche Bezeichnung, denn er beschreibt keine eigenständige Krankheit. Die Beantwortung der Frage »Was ist Demenz?« ist somit komplexer, als manch einer vermutet hätte.

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