Diagnose Demenz

Bin ich krank oder nicht?

Hin und wieder etwas zu vergessen, passiert vielen. Bei wem dies allerdings öfter auftritt, der denkt an Demenz. Doch bevor sich ein Gespinst aus Sorgen im Kopf festsetzt, sollte der Gang zum Arzt erfolgen. Nur er kann letztlich abklären, ob die Diagnose Demenz stimmt, eine andere Erkrankung dahintersteckt oder alles ganz normal ist. Sollten Sie vermuten, demenzkrank zu sein, suchen Sie am besten als erstes Ihren Hausarzt auf. Dieser kann eine erste Einschätzung geben und Sie bei Bedarf an eine Gedächtnisambulanz oder einen Neurologen überweisen. Spezifische Tests bringen letztlich Klarheit. Sicherlich haben einige Betroffene und Angehörige Angst vor dem Gang zum Arzt und seiner Diagnose. Doch dies sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wer weiß, ob er demenzkrank ist oder nicht, kann etwaige Handlungsschritte frühzeitig einleiten. Gut vorbereitet fällt es viel einfacher, mit dieser Diagnose umzugehen.

Symptome Demenz: Wie erkenne ich, dass ich demenzkrank sein könnte?

Demenz ist nicht eine Krankheit, sondern vielmehr eine Gruppe von Krankheiten. Welche Symptome Demenz als Diagnose wahrscheinlich machen, hängt daher vor der Erkrankungsart ab. Die häufigste Form der Demenz ist Alzheimer. Hierbei handelt es sich um einen Verlust von Nervenzellen im Gehirn, weswegen das Gedächtnis erste Schwächen aufweist. Der Betroffene vergisst öfter etwas oder verlegt Alltagsgegenstände. Auch die Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Manchmal wird zudem lange nach Worten gesucht und in unbekannter Umgebung fällt die Orientierung schwer. Wie bereits erwähnt, sind dies nur die häufigsten Symptome bei Demenz. Teilweise ist das Krankheitsbild von anderen Anzeichen gekennzeichnet. Im weiteren Verlauf der Demenz nimmt das Langzeitgedächtnis ab. Irgendwann erkennt der Betroffene seine Angehörigen nicht mehr und baut körperlich stark ab. Wie schnell die Demenz fortschreitet, hängt vom Einzelfall ab.

Diagnose Demenz: Scham ist unbegründet

Diagnostiziert ein Arzt eine Demenzerkrankung, trifft dies die Betroffenen oft wie ein Schock. Was passiert jetzt? Der erste Impuls ist in der Regel, mit einer nahestehenden Person darüber zu sprechen. Doch oft erfolgt er nicht zeitnah, da sich viele für die Diagnose schämen. Dies ist unbegründet. Viele Menschen leiden daran und seine Lieben über die Demenz frühzeitig zu informieren, bedeutet Entlastung. Zudem lassen sich so etwaige Missverständnisse umgehen, die durch die zunehmende Vergesslichkeit und Verwirrtheit entstehen können. Und es gibt einen weiteren entscheidenden Grund, sein Umfeld rasch einzuweihen: Hilfe. Angehörige und Freunde haben häufig gute Tipps parat und können unterstützend unter die Arme greifen. Immerhin kommen auf den Demenzkranken zahlreiche wichtige Fragen zu: Wie lange komme ich noch ohne fremde Hilfe zurecht? Wie sieht es mit einer finanziellen Unterstützung aus? Wo kann ich wohnen, wenn ich nicht mehr alleine den Alltag bestreiten kann? Mit Familien und Freunden an der Seite finden sich viel leichter beruhigende Antworten auf diese verunsichernden Fragen. Dabei darf nie vergessen werden, dass ein Demenzkranker so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben führen sollte. Der persönliche Wille und die Menschenwürde müssen in allen Krankheitsstadien bestehen bleiben.

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