Demenz Wohngemeinschaft

Loslassen bedeutet nicht verlassen

Demenzerkrankungen verlaufen schleichend. Anfangs vergessen die Betroffenen vielleicht nur, eine Besorgung zu tätigen. Im weiteren Verlauf versäumen sie, die Tür abzuschließen oder gar den Gasherd abzuschalten. Sie beginnen den Haushalt drastisch zu vernachlässigen, reagieren scheinbar grundlos aggressiv oder erkennen die nächsten Angehörigen nicht mehr. An diesen Beispielen wird deutlich, welche dramatischen und teilweise lebensgefährlichen Auswirkungen eine Demenzerkrankung haben kann. Was ist nun zu tun? Einige Angehörige glauben, sie könnten die dementiell erkrankte Mutter umfassend pflegen. Sie hätten gar die Pflicht, für den Demenzkranken rund um die Uhr da zu sein, war er doch einst für sie da. Dieses Pflichtgefühl ist lobenswert, aber kann sich als sehr kontraproduktiv erweisen. Handelt es sich bei dem Angehörigen nicht um eine speziell ausgebildete Pflegehilfskraft, kann er den Demenzkranken nicht bedarfsgerecht betreuen. Darüber hinaus ist solch eine Pflege zeitlich oft kaum machbar, denn sie bedeutet, den Alltag zu 100 % auf den Pflegebedürftigen auszurichten. Spätestens, wenn die eigenen Kinder unter der Betreuung des Demenzkranken stark leiden, der Job gekündigt werden muss und das Geld nicht mehr reicht, wird deutlich: Hilfe von außen ist unerlässlich.

Demenz WG: das Beste für alle Beteiligten

Die zumeist beste Lösung für dieses schmerzhafte Problem stellt die Demenz Wohngemeinschaft dar. Anstelle die geliebte Person in die Obhut eines überfüllten Pflegeheims zu geben, lebt der Demenzerkrankte in der Demenz WG in einer Gemeinschaft mit familiärer Atmosphäre. In hochwertigen Demenz Wohngemeinschaften leben nur bis zu 12 Bewohner, die von mehreren Fachkräften rund um die Uhr betreut werden. Auf diese Weise ist eine bedarfsgerechte und intensive Betreuung gegeben, die der Angehörige nicht leisten kann. Die Bewohner fühlen sich in ihrer WG aufgehoben. Sie haben privaten Bereich, in den sie sich zurückziehen können. Wünschen sie sich Gesellschaft, begeben sie sich einfach in den Gemeinschaftsbereich. Es ist stets für ein Höchstmaß an Sicherheit gesorgt, was gerade bei fortgeschrittener Demenz elementar wichtig ist. Selbstbestimmt gestalten die Bewohner ihren Alltag und können würdevoll ihren Lebensabend genießen.

Die Demenz Wohngemeinschaft gibt ein gutes Gefühl

Für Angehörige ist es problematisch, den Demenzkranken loszulassen. Oft haben sie sich viele Jahre aufopferungsvoll um ihn gekümmert. Doch irgendwann stießen sie an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Die schwere Entscheidung, den Demenzkranken in andere Hände zu geben, wird durch die Auswahl einer seriösen Demenz WG erleichtert. Der Angehörige kann sicher sein, dass sein Vater, seine Mutter oder ein anderer geliebter Mensch eine individuelle Betreuung empfängt. Durch Besuche der WG bleibt ein enger Kontakt erhalten, der nun nicht mehr durch Alltagsstreitigkeiten oder eine Überbelastung gekennzeichnet ist. Jetzt wird ganz deutlich: Loslassen bedeutet nicht, die andere Person zu verlassen. Es bedeutet, sie vertrauensvoll in andere pflegende Hände abzugeben. Ein gutes Gefühl.

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